Sitzbadewanne freistehend

Badewannen gibt es ja in den unterschiedlichsten Ausführungen. Am bekanntesten wird sicherlich die Einbauwanne sein: Eine Kunststoff – Badewanne in einem Gestell aus Metall, die dann hinterher mit Fliesen verkleidet wird. Früher waren Badewannen oft aus Metall-Guß: Sehr schwer, aber sie haben auch die Wärme gut im Innern behalten.

Heute wird die Wärmedämmung mit Styropor vor dem Anbau der Verkleidung sicher gestellt: Wehe dem, der diese Dämmung nicht einbaut! Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß das auf Dauer nicht gut geht: Ich habe mir vor einigen Jahren eine Badewanne eingebaut, die hat 150 Euro gekostet. Nur die Wanne: Mit einem Gestell zwar, aber ohne Isolation, denn diese hat nochmal 150 Euro gekostet: da war ich dann zu geizig.

Das Ergebnis: Nach 15 Minuten muß ich heißes Wasser nachfüllen, weil das Badewasser sehr schnell auskühlt. Am falschem Ende gespart!

Die Sitzbadewanne

Sitzbadewannen gibt es ebenfalls  in verschiedenen Ausführungen: Von der freistehenden, ohne Tür, die mehr zur Dekoration gedacht ist (oder für Nostalgiker: In den 20er jahren waren solche Sitzbadewannen  groß in Mode), als eine normale Badewanne, in der man auch liegen kann, aber auf einem Ende befindet sich ein Sitz, oder als reine Sitzbadewanne, wo man eben nicht mehr liegen kann.

Diese Wannen sind oft halb so lang wie herkömmliche Badewannen, deshalb spart man viel Platz vor allem in kleinen Badezimmern. Allerdings sind sie auch höher: Durch den eingebauten festen Sitz kann man ja nicht so richtig tief ins Badewasser eintauchen. Natürlich kann kaum noch jemand über den Rand dieser Sitzbadewanne steigen: Deshalb hat diese Sitzbadewanne eine Tür.

Diese echten Sitzbadewannen (die anderen finde ich nur als eine Alternative) sind heute noch relativ teuer, und es wird sicherlich niemanden einfallen, diese fest zu installieren und zu verkleiden. Doch das ist auch gar nicht nötig. Denn die Badewannen sind freistehend konzipiert und werden fast immer mit einer entsprechenden Verkleidung geliefert.

Freistehende Sitzbadewanne

Das hat einige Vorteile. Da eine ganze Menge dieser Wannen mit Zubehör ausgerüstet sind, (zum Beispiel Massagedüsen oder Lichtspiele), kommt man im Fall eines Defektes immer überall gut heran, um es zu reparieren. Der größte Vorteil ist aber, daß man diese Sitzbadewanne einfach abbauen und woanders wieder aufbauen kann. Und das sogar ohne Abbruch- und Fliesenleger – Arbeiten.

Warum sollte man sowas machen?

Frei stehende Sitzbadewanne mit Tür

Eine freistehende Sitzbadewanne kann einfach wieder demontiert werden
Bildquelle: Amazon*

Nun, dafür kann es mehrere Gründe geben. Zum Beispiel, wenn die Wohnung gewechselt wird: Die freistehende Sitzbadewanne kann einfach demontiert und in der neuen Wohnung wieder aufgestellt werden. Da freut sich der Vermieter, weil das Badezimmer sauber verlassen wird, und der Nutzer, weil er seine Sitzbadewanne auch in der neuen  Wohnung benutzen kann.

Ein anderer Grund ist (und das habe ich schon erlebt): Es gibt Menschen, die diese Sitzbadewanne nur für eine gewisse Zeit brauchen. Nach einem Unfall zum Beispiel. Wenn dann die Reha erfolgreich war, kommt der Moment, da will man lieber wieder Duschen oder baden wie früher. Da ist dann die Badewanne zum Sitzen nicht mehr aktuell.

Nun kann man sie einfach ausbauen und verkaufen: Durch ihre Merkmale der freistehenden Sitzbadewanne mit Verkleidung (die hoffentlich nicht verbeult wurde) ist sie einfach abzubauen und bringt noch einmal richtig gutes Geld. Auch wenn es nur der halbe Preis von ehemals ist: Besser als entsorgen ist es allemal!