Wie lange und wie oft kann man eine Sitzbadewanne nutzen

Ein schönes, wohliges Bad in der Wanne wissen wohl die meisten Menschen zu schätzen. Wenn auch oft nicht die Zeit dafür ist (redet man sich jedenfalls ein): von der Intensität ist diese Art der Körperpflege weitaus höher als unter einer Dusche. Durch den längeren Verbleib im Wasser wird auch der ganze Körper schön gewärmt, das merkt man besonders in der kalten Jahreszeit, wenn man durchgefroren nach Hause kommt. Eine halbe Stunde in der Wanne, und man fühlt sich wie ein neuer Mensch.

Doch es soll tatsächlich Menschen  geben, denen reicht diese halbe Stunde nicht (kenne ich aus eigenem Familienkreis!). Die lassen dann immer wieder heißes Wasser nach und verlassen die Wanne erst dann, wenn sich an den Fingern schon die sogenannte „Gänsehaut“ eingestellt hat. Kann es letztendlich sogar schädlich sein, zu lange zu baden?

Wie lange und wie oft kann man eine Sitzbadewanne nutzen?

Und wie ist es bei einer speziellen Sitzbadewanne für Senioren? Kann ein lange auch schnell zuviel werden?

Ich kann jetzt nicht aus eigener Erfahrung sprechen, denn selber benötige ich solche Badewanne zum Sitzen glücklicherweise noch nicht, und die meisten Menschen, die mir bekannt sind, wollen von sich aus nicht sehr lange in der Wanne sitzen. Und es kommt auch ein bischen darauf an, wie man das Sitzbad nutzt.

Das warme Badewasser ist mit Sicherheit gut für die Durchblutung, kann Verspannungen lösen und macht die Haut wieder schön weich. Sie taut sozusagen auf, während sie sich draußen bei Minustemperaturen wie Gefriergut gefühlt haben muß. Wenn man so sichtig durchgefroren ist, sollte man auch erst einmal einige Minuten warten, ehe es in die Badewanne geht. Sonst ist der Schock vielleicht zu hoch für den Körper, gerade ältere Menschen können schnell empfindlich reagieren umd Probleme mit dem Kreislauf bekommen.

Dank direktem Anschluß sind die meisten Sitzbadewannen binnen Minuten einsatzbereit, nur bei wenigen muß vorher ein Warmwasserboiler das Wasser erhitzen. Deshalb kann man die Wartezeit gut mit anderen angenehmen Tätigkeiten überbrücken. Wer als Senior noch selber die Sitzbadewanne nutzt, also ganz alleine und ohne Hilfe (das macht sie ja gerade so schön!), der wird ohnehin eine Weile brauchen, ehe er zum Einstieg in seine Wanne bereit ist. Schon das entkleiden bewirkt durch die Bewegungen, daß der klamme Körper wieder geschmeidiger wird und sich nicht vor dem warmen Badewasser erschreckt.

Nicht zu lange in der Sitzbadewanne

Die Zeit in der SitzbadewanneDanach kann man seine Badewanne mit Sitz eigentlich genau so lange nutzen wie früher die normale Wanne. Allerdings sollte es auch im Badezimmer schön warm sein, denn Sie müssen bedenken, daß sie im Gegensatz zur herkömmlichen Wanne nicht durch flaches hinlegen den ganzen Körper unter Wasser bekommen. Der Oberkörper bleibt ja fast immer draußen: Hier werden sie sicherlich mit der Handbrause auf das warme Wasser zurückgreifen.

Die Zeit, die Sie für das baden in einer Sitzbadewanne verwenden, begrenzt sich aber auch nicht auf die reine Badezeit. Danach werden Sie sicherlich, in warme Sachen gehüllt, eine Ruhepause einlegen, und das ist auch gut so! Obwohl ja das Baden an sich, besonders im Sitzen, keine starke Belastung für den Körper darstellt, kann der Kreislauf bei einigen Menschen durchaus durcheinander geraten.

Mir ist das selbst schon passiert, sogar in jungen Jahren (natürlich nicht in einer Sitzbadewanne): nachdem ich über eine halbe Stunde im Wasser gelegen habe (und wahrscheinlich auch kurz eingeschlummert bin – ein langer Arbeitstag läßt grüßen!), war mir dann nach dem Verlassen der Wanne richtet „schwummerig“. Ich habe tatsächlich einige Minuten gebraucht, um wieder klar in der Gegenwart zu sein. Und wie gesagt: Da war ich noch jung! Ich kann mir vorstellen, daß es älteren Menschen schon bei kürzeren Badezeiten so ähnlich ergeht.

Sie sollten den Aufenthalt in Ihrer Sitzbadewanne also auch nicht übertreiben und sich selbst dabei genau kennen.

Baden in der Sitzbadewanne – wie oft?

Kann man jeden Tag seine Badewanne nutzen? Ich würde sagen: Im Prinzip ja. Sie werden, während Sie diesen Text lesen, sicherlich nicht mehr zu den jüngsten Menschen auf diesem Planet gehören. Also haben Sie mit Sicherheit schon mehrere Jahrzehnte gebadet, früher in einer normalen Badewanne, heute eben ganz bequem in einer Sitzbadewanne. Und diese Gewohnheit, denke ich mir, werden Sie nicht ändern müssen.

Die Zeit, die Sie früher in der Badewanne gelegen haben, können Sie heute auch für Ihre Sitzbadewanne nutzen. Wenn Sie es früher nicht übertrieben haben, als Sie noch jung und knackig waren.